Erfahrungen und Tipps bei Umstellung einer Märklin-Anlage auf MpC

Gustav Streit, Eekenhöge 7, D-28355 Bremen, Tel. 0421/256036


Zu meiner Person

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich gehöre nicht zum Team von Gahler und Ringstmeier. Deshalb finden Sie an manchen Stellen Verbesserungs-Vorschläge oder auch Kritik.

Seit 1993 bin ich MpC-Anwender - genügend Zeit, um Erfahrungen zu sammeln.

Während das MpC-Programm ursprünglich für 2-Leiter konzipiert war, ist es heute ebenso für das Märklin-3-Leiter-System einsetzbar. MpC schlägt zwei Varianten vor: MpC-Classic und MpC-Digital. Ich habe mich für MpC-Classic entschieden.

An meiner Märklin-Anlage baue ich seit 1964. Damals gab es noch keine Elektronik oder gar Computer für die Modellbahn. Auch das K-Gleis kam erst später auf. Auf dieses Gleis-System habe ich die Anlage inzwischen komplett umgestellt.

Mit dem neuen C-Gleis habe ich keine Erfahrung. Den Umbau dieses Gleissystems beschreibt Herr Gerhard Peter in der MIBA 3/2002, Seite 38.

Meine Kenntnisse habe ich mir durch Tipps von Kollegen, von Handwerkern und aus Fachzeitschriften angeeignet. Den meisten Modellbahnern wird es nicht anders gehen. Deshalb meine ich, dass Sie meine Erfahrungen mit MpC interessieren werden.

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Warum suchte ich eine Computersteuerung? Lötstellen an den Schienen oder Kontaktschuh
Fast ein Jahr lang prüfte ich verschiedene Steuersysteme Nur guter Schienenkontakt gewährleistet eine sichere Belegtmeldung
MpC löst meine Unfallprobleme Umrüsten fertig verlegter Gleise für MpC
Vorteile des Märklin-Systems bei MpC-Classic Trennstellen für den Weichenausbau
Nachteile des Märklin-Systems bei MpC-Classic Lokumbau von Wechselstrom auf Gleichstrom
Das Gleisbildstellpult Wendezüge, Schiebeloks und Doppeltraktion
Tipps für den Aufbau der 19"-Rahmen Aufrüstung der Blockkarten 8705 auf 1.4 Ampere
Länge der Belegtmelder-Halteabschnitte Allgemeines zum Weichenumbau
Das Hängen und Kleben des Märklin-Motors Weichen Katalog Nr. 2262, 2263 und 2268, 2269
Trennstellen einrichten Weichen Katalog Nr. 22715 und 22716
Das Kabelverlegen Doppelte Kreuzungsweiche Katalog Nr. 2275
Mehrfachkabel sind für Modellbahner ideal Alte Weichenausführung 2261, 2264, 2267
Manches Schottermaterial ist leitfähig! Dreiwegweiche 2270, Kreuzungsweiche 2260
Kennen Sie "Schrumpfschlauch"? Überbrückung nicht umgebauter Weichen
Bauen Sie sich einen "Prüfsummer"! Resümee
Änderungsnachweis




Warum suchte ich eine Computersteuerung? zurück zum Inhaltsverzeichnis
Ganz einfach:
Die ewigen Unfälle auf meiner Anlage gingen mir auf den Wecker.

Die Hauptursachen hierfür waren:

1.
Eine Ausleuchtung in meinem Gleisbildstellpult (GBS) fehlte. Bei der jetzt üblichen Anfahrverzögerung wurde manche gestellte Fahrstraße vergessen und eine zweite, die erste kreuzende, angefordert. - Schon war's passiert.

2.
Trotz sorgfältigster Gleisverlegung wurden vor allem an Weichenherzstücken Kupplungsbügel (auch bei KK) hochgeworfen. Wagen blieben liegen. Da die Zugspitze den Block freigab, gab es immer wieder üble Karambolagen bervorzugt im verdeckten Bereich.

3.
Die Schaltgleise von Märklin waren oft Ursache von Fehlern in der Automatik. Mit der Zeit verkoken sie und dann ist es mit dem sicheren Schalten vorbei. Über 150 Stück hatte ich eingebaut. Ich war ständig auf Fehlersuche.

Zur Lösung der Punkte 1-3 siehe:
MpC löst meine Unfallprobleme


Fast ein Jahr lang prüfte ich verschiedene Steuersysteme zurück zum Inhaltsverzeichnis
Das Märklin-Digitalsystem schied aus. Die Anzahl der Fahrstraßen war zu klein. Eine komfortable Ausleuchtung des Gleisbildstellpultes fehlte.

Andere Systeme verzichten ganz auf das Gleisbildstellpult. Das Gleisbild ist statt dessen auf dem Monitor installiert. Mit der Maus müssen Schaltpunkte angetickt werden. Für kleinere Anlagen mag das gehen. Für meine Anlage wären mehrere Bildebenen notwendig gewesen. Mir gefiel das nicht.

1993 entdeckte ich auf der Messe in Köln den Stand von Gahler und Ringstmeier. - Ich kaufte ein Handbuch.

Es war spannend wie ein Krimi. MpC war für mich die Lösung aller meiner Probleme.



MpC löst meine Unfallprobleme zurück zum Inhaltsverzeichnis
zu den Punkten 1-3 siehe: Warum suchte ich eine Computersteuerung?

Zu Punkt 1:
Die Blocksicherung ist auch ohne Gleisbildstellpult absolut sicher. MpC gibt den Block erst frei, wenn sich keine Achse mehr im Block befindet. Weichen können nicht unter dem Zug gestellt werden.

Zu Punkt 2:
Im konventionellenbereich fährt ein automatisch gesteuerter Zug über Weichenstraßen und Strecken mit gleicher Geschwindigkeit. MpC bietet drei Langsamfahrgeschwindigkeiten. Eine davon (H3) kann man für das vorbildgerechte, langsame überfahren von Weichenstraßen einsetzen. Abgekuppelte Wagen sind zur Seltenheit geworden.

Zu Punkt 3:
Schaltgleise oder Reed-Kontakte sind bei MpC überflüssig. Nicht der Lokschleifer, sondern die letzte Achse des Zuges gibt den Block frei. Kein Zug kann auffahren!! Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob der Lokschleifer vorn oder bei Wendezügen am Ende des Zuges sitzt.

Außerdem bietet MpC einen ganzen Sack voll Möglichkeiten, von denen ich kaum zu träumen gewagt hätte: Lokprogrammierung, Meldung von Zugnummern, bestimmte Fahrstrecken für bestimmte Züge und vieles mehr.

Auch das war wichtig für meine Entscheidung zugunsten der MpC.
Die Herren Gahler und Ringstmeier gaben äußerst geduldig jede Auskunft - nicht nur auf der Messe sondern auch per Telefon oder Brief von zu Hause aus.



Vorteile des Märklin-Systems bei MpC-Classic zurück zum Inhaltsverzeichnis
Die bewährte, sichere Stromübertragung durch den Skischleifer.

Sichere Besetztmeldungder durchgehenden Achsen an jedem Fahrzeug.

Problemlose Kehrschleifen oder Gleisdreiecke, keine Doppeltrennstellen.

Nutzung der Telexkupplung in dafür eingerichteten Rangierblöcken. Die Abhebegabel bleibt auch bei Langsamfahrt stramm oben.


Im Anwender-Handbuch unter Kap. 9.28 sind vier verschiedene Möglichkeiten für den Einsatz des Märklin-Systems aufgezeichnet.

Ich habe mich für die Lösung 'K1' entschieden - wenn schon, denn schon.

Bei 'K2' geben nur Fahrzeuge mit Skischleifer Besetztmeldung. Was ist dann mit abgestellten Fahrzeugen? Außerdem rangiere ich gern. Dass neu zusammengestellte Züge immer mit einem beleuchteten Wagen an letzter Stelle fahren, ist nicht sicher.



Nachteile des Märklin-Systems bei MpC-Classic zurück zum Inhaltsverzeichnis
Loks müssen auf Gleichstrom umgebaut werden.

Manche Weichen müssen umgebaut werden, damit sie korrekte Besetztmeldung geben.

Nur bei MpC-Digital kann man mit zwei Loks im gleichen Block unabhängig voneinander fahren.

Das Rangieren ist umständlicher.

Digitalfunktionen (Geräuschmodul, Stand- oder Fernlicht u.a.) sind nicht schaltbar.


Die Kosten für MpC einschl. Hardware sind nicht niedrig. Die Faustregel 800 EURO zuzüglich 50 EURO pro Weiche hat bei mir in etwa gestimmt. Die Kosten für die Ausleuchtung des Gleisbildstellpultes lagen nicht innerhalb dieser Summe.

Das System ist nichts für Modellbahner, die heute kaufen und morgen fahren wollen. Bei der Installation ist große Sorgfalt nötig. Das braucht seine Zeit.



Das Gleisbildstellpult zurück zum Inhaltsverzeichnis
Mein letztes Gleisbildstellpult war anfangs nur als Provisorium gedacht. Es mußte 30 Jahre lang Dienst tun.

Diesmal habe ich mein Pultmöbel 100% fertig gebaut, ehe das erste Kabel verlegt wurde. Lediglich der Pultdeckel mit dem Gleisplan und den Leuchtdioden wurde erst später montiert.

Solange betrieb ich mit dem Keyboard und dem Fahrpult, das die Firma Viereck für MpC entwickelt hat, meine Anlage.

Mein Gleisbildstellpult kann unter die Anlage gerollt werden. Vorder- und Rückseite sind abnehmbar. Die MpC-Steckkarten müssen von hinten und vorn verdrahtet werden. Die Stellfläche lässt sich um 180 Grad öffnen.

Monitor, Drucker und Rechner stehen separat daneben.

Sie können eine ausführliche Baubeschreibung meines Gleisbildstellpultes mit Lieferantenverzeichnis und Kostenaufstellung von mir beziehen (siehe Ende dieses Artikels).



Tipps für den Aufbau der 19"-Rahmen zurück zum Inhaltsverzeichnis
Die Grundplatinen für Interface, Blöcke, Hilfsblöcke und Belegtmelder sollten im oberen Bereich liegen. Hier sind die meisten Verdrahtungen nötig. Teilweise müssen sie gelötet werden.

Die 19""-Rahmen für Magnetartikel, Leuchtanzeigen und Taster können tiefer liegen. Sie werden mit bequemen Anschlußsteckern bedient.

Die 19"-Rahmen legte ich in 3-5cm breite Holzeinfassungen. Darauf sind 'obo Clic-Schellen' geschraubt. In diesen Schellen laufen alle Anschlußleitungen lose zusammengefaßt. Sie liegen dann nicht quer vor den Karten oder Grundplantinen.

Ausnahme: Alle Verbindungen zur Interfacekarte und zum Grundkarten-Buffer GBUF dürfen nicht in diesen Kabelbündeln laufen!! Sie müssen lose durchhängend vor den Anschlüssen liegen, sonst können Störungen auftreten.

Schön wäre es, wenn an allen Lötstellen Stifte vorgesehen wären.

Leider laufen die Anschlüsse auf Platinen und Anschlußsteckern nicht in gleicher Zahlenfolge. Da heißt es: Tüchtig aufpassen.


Belegtmelder-Abschnitte für Haltepunkte bei Märklin H0 sollten wenigstens 40cm lang sein zurück zum Inhaltsverzeichnis
Bei Talfahrt sind mindestens 50cm Länge nötig.
Der Märklin-Motor ist nicht "selbsthemmend" (siehe Eisenbahnmagazin 11/95: "Mini-Fakten"). Er läuft bei "Halt" länger aus als ein Gleichstrommotor mit Schnecken- oder Stirnradgetriebe.

Um den Bremsweg zu verkürzen, habe ich die Brems- und Haltecharakteristiken der Fahreigenschaften stets auf "0" gestellt.

Im Betrieb ist es sehr störend, wenn Loks über das Blockende hinausrutschen.

Zweckmäßig ist ein Lämpchen als Bremsgenerator
Es wird zwischen die beiden Lötpunkte am Motorschild auf den Messingblechen, die die Andruckfedern für Kohle und Bürste tragen, gelötet. Man kann auch die Innenbeleuchtung der Triebwagen als Bremslampe benutzen.

Die Lampe wirkt als Generator und verkürzt das Nachlaufen des Motors.


Das Hängen und Kleben des Märklin-Motors zurück zum Inhaltsverzeichnis
wird ebenfalls in obigem em-Artikel (11/95 "Minifakten") beschrieben. Was nutzt das schönste Programm, wenn die Lok nicht abfährt. Damit muss man sich nicht abfinden. Es gibt eine ganze Menge Abhilfen. Nachdem ich mich lange geärgert hatte, bleiben heute meine Loks nur noch selten hängen.

Maßnahmen über das Programm:

1.
Kaltlaufanhebung für jede Lok einstellen. Meist habe ich 20% für kurze Zeit (ca. 10min) eingestellt.

2.
Korrektur der Anfahrcharakteristik. In jedem Falle sollte man im verdeckten Bereich mit "0" abfahren. Die Änderung wird im Blockformular BE vorgenommen.

3.
Benutzen Sie den Notschalter wirklich nur in Notfällen. Halten Sie den Betrieb statt dessen mit dem Ausfahr-Stoppschalter an. Die Züge fahren dann bis zum nächsten Signal und halten nicht auf Langsamfahrstrecken oder Weichenstraßen, wo sie beim Wiederanfahren hängen bleiben. Ich habe für den Bahnhofs- und Streckenbetrieb je einen Sammelstoppschalter in den Blockformularen eingegeben.

4.
Stellen Sie die Anfahrcharakteristik der Fahrregler nicht zu hoch ein. Die Stufe 20 genügt. Märklinmotoren fahren generell weich an.

Maßnahmen durch Lokbehandlung:

1.
Ein Öltropfen hilft nur, wenn das Schmierdepot wirklich trocken ist. Mit zu viel Öl verschlechtert man das Fahrverhalten.

2.
Nehmen Sie zum Wartungstermin den Motorschild ab und reinigen Sie ihn innen gründlich.

3.
Die Kupferscheibe des Scheibenkollektors kann man mit dem hellblauen Schleifer des Minibohrers vorsichtig reinigen.

4.
Ideal ist es, einen Fünfsternanker und Permanentmagnet einzubauen. Für alte Loks hat Märklin das Umrüstset 60904 herausgebracht. Im Märklin-Magazin 1/2002 (Seite 30) befindet sich ein ausführlicher Artikel über dieses Set.

5.
Sehr guten Erfolg bringt der Einbau eines Kugellagers für die Ankerwelle.

Den korrekten Einbau übernimmt:
Firma de Haan, Max-Planck-Str. 24, 28357 Bremen
E-Mail: rainer.dehaan@hornerbau.de


Trennstellen einrichten zurück zum Inhaltsverzeichnis
Trennen der H0-Schienen ist für uns Märkliner ungewohnt. Wir haben bisher meist die Pukoleiste getrennt.

Ich gehe so vor:
Die Gleise werden eingepasst. Die Blockenden markiere ich farbig links und rechts auf den Außenschwellen. Die Belegtmelder-Abschnitte werden nur rechts markiert.

Die markierten Gleise lege ich auf den Arbeitstisch und kann dort bequem die Lötarbeiten ausführen.

An das rechte Gleis löte ich für jeden Anschlußabschnitt ein 8cm langes Litzestück (0.25). Ich unterscheide noch nicht, ob es sich um einen Block-, Brems- oder Halteabschnitt handelt. Das mache ich erst später, wenn ich an das GBS anschließe und die Blockdaten eingebe.

Am linken Gleis wird der 4.7 Ohm-Widerstand angelötet und mit der Pukoleiste verbunden. Das linke Gleis muss für jeden Block durchgehend sein. Es wird nicht mit dem GBS verbunden. Nur in Ausnahmefällen, z.B. wenn nicht umgebaute Weichen überbrückt werden müssen, sind an diesem Gleis weitere Lötstellen nötig.

An die Pukoleiste, sie dient bei MpC als Null-Leiter (siehe Anwenderhandbuch, Version K1), löte ich ganz unabhängig von den Blockabschnitten 8cm lange rote Litzenstücke (0.25). Sie führen später zu einem Sammel-Null-Leiter.

Erst jetzt verlege ich die vorbereiteten Gleise mit den verschiedenfarbigen 8cm langen Litzenstücken endgültig. Metergleise sollten vorgebogen sein, damit nach dem Durchtrennen der Schienen keine Spannungen entstehen.

Nach dem Austrocknen des Schotterkieses können die Schienen mit der Trennscheibe an den markierten Stellen getrennt werden. Der 1mm breite Trennspalt stört den Radlauf nicht. Ganz wichtig: Ein Tropfen Ponal-Express im Spalt verhindert, dass sich die Gleisstücke im Betrieb zusammenschieben.

Erst jetzt werden die Litzenstücke angeschlossen. Das ist leichter, als am verlegten Gleis zu löten.

Nach etwas Routine empfinde ich diese Arbeiten nicht aufwendiger, als wir es bisher mit Schaltgleisen, Signalabschnitten usw. gewohnt waren.


Das Kabelverlegen zurück zum Inhaltsverzeichnis
Unter meiner Anlage war im Laufe der letzten 30 Jahre ein schrecklicher Kabelwust entstanden.

Das sollte besser werden.

Im Abstand von 60-80cm habe ich "Kabelkanäle" unter die Anlage gehängt. Darin können alle Kabel bis an ihren Verbraucher geführt werden. - Auch im Gleispult liegen solche Kanäle.

Die Kanäle sind 2 Meter lang und haben seitliche Öffnungen, aus denen man an jeder Stelle Einzelanschlüsse herausführen kann.

Kaufen Sie die Kanäle nicht zu klein.
Meist werden es mehr Kabel, als man denkt.


Mehrfachkabel sind für Modellbahner ideal zurück zum Inhaltsverzeichnis
Mein Elektriker hat mir Telefonkabel gezeigt. 10 oder 20 Paare Draht waren in einem Kabel zusammengefaßt. Herr Gahler warnte mich: Draht ist einadrig und bricht leicht. Litze ist besser.

Die Firma:
  • Bruns - Spezialkabel
  • Gutenbergstr. 8
  • 30823 Garbsen
stellt Litzen in verschiedenen Stärken her, 10-fach, 20-fach oder auch 40-fach - paarig, in einem Kabel gebündelt. Die Litzen sind im Kabel verdrillt, wodurch induktive Spannungsübertragungen vermieden werden.

Sie können die Kabel in 50 und 100m Längen über ihren Elektrohändler beziehen. Ohne Abschirmung sind sie billiger.

In den vorher beschriebenen Kabelkanälen werden die Kabel von den MpC-Steckkarten bis zum Anlagenanschluss verlegt.

Von dem gewohnten Märklin-Farbschema für bestimmte Anschlussarten muss man sich trennen. Die Litzen des Mehrfachkabels haben eigene Farben. Sie werden einmal pro Kabelart durchnumeriert. Auch jedes Mehrfachkabel enthält eine laufende Nummer.

Die Litzen des gleichen Kabels können für alle Anschlüsse verwendet werden. Die Reihenfolge ist beliebig. - Lediglich Weichen sollten an ein verdrilltes Litzenpaar angeschlossen werden. Mit der ungeraden Nummer wird die Weiche stets gerade gestellt. Das erleichtert später den Anschluss an die MpC-Steckkarte.

Auf einem Gleisplan notiere ich die Nummern der verwendeten Litzen (z.B. 5,33 heißt: Dreiunddreißigste Litze im Kabel fünf). Mit dieser Nummer kann ich später die richtige Steckkarte für den Anschluss auswählen.

Erst wenn alles angeschlossen ist, werden mit dem MpC-Prüfprogramm die Nummern der Blöcke, Belegtmelder, Hilfsblöcke usw. festgestellt.


Manches Schottermaterial ist leitfähig! zurück zum Inhaltsverzeichnis
Vorsicht! Bei MpC spricht die Besetztmeldung bereits auf geringe Feuchtigkeit an.

Ich hatte auf der Kölner Messe vom Modellbahnclub "Westerwald" Modelliermasse gekauft. Das ist ein Zellulosebrei, der mit Leim angemischt wird.

Nach 6 Monaten meldeten plötzlich die Blöcke, deren Gleise ich mit diesem Brei eingeschottert hatte, besetzt.

Offensichtlich hatte der Brei Feuchtigkeit aufgenommen. Ich mußte die Beschotterung total auswechseln. Dann war wieder alles o.k.


Kennen Sie "Schrumpfschlauch"? zurück zum Inhaltsverzeichnis
30 Jahre lang habe ich gebastelt und keiner hat mir dieses "Geheimnis" verraten. Für Fachleute ein ganz alter Hut. In jedem Elektronikladen können Sie ihn in verschiedenen Stärken kaufen.

Wenn Sie eine Litze verlängern wollen, dann löten Sie die Enden flach aneinander und ziehen ein Stück Schrumpfschlauch darüber.

Mit einem Feuerzeug wird der Schlauch erhitzt. Er schrumpft und umschließt fest die Lötstelle.

Auch an anderen Stellen leistet er gute Dienste:
Leider biegen sich die von MpC gelieferten Steckschuhe für die Stifte der Grundplantinen leicht auf. Das gibt Kontaktprobleme. Ziehen Sie über den geesamten Steckschuh einen Schrumpfschlauch von 3mm Durchmesser. Danach haben Sie Ruhe.


Bauen Sie sich einen "Prüfsummer"! zurück zum Inhaltsverzeichnis
Sie werden ihn brauchen beim Gleisverlegen, beim Prüfen von Trennstellen, Verdrahtungen und vor allem beim Weichenumbau.

Er ist viel praktischer als ein Prüflämpchen, weil er eine eigene Stromquelle besitzt und weil er auch kleinste Spannungen hörbar anzeigt.

Kosten ca. 5 EURO.

  • 1 Kästchen für eine 9V Batterie
  • 1 Anschlussbuchsenpaar für die Batterie
  • 1 Piezo-Summer 9V
  • 2 Bananenstecker für das Hirschmann-Prüfset.
Summer und Batterie werden auf Reihe geschaltet. Auf jeder Seite liegt ein Bananenstecker.
Das war die ganze Kunst.


Lötstellen an den Schienen oder Kontaktschuh zurück zum Inhaltsverzeichnis
Das Löten an den Schienen ist eine vertrackte Sache.

Wichtig ist:
Ein starker Lötkolben, möglichst bis 300 Grad.
Lötstelle mit Trennscheibe leicht anrauhen. Lötspitze auf Viskose-Schwamm gut abstreifen. Lötstelle acht Sekunden erhitzen. Danach erst Lötzinn an die erhitze Stelle bringen.

Wenn die Gleise bereits verlegt sind, ist es leichter, die Lötstelle auf den Schienenverbinder zu setzen.
Ist das nicht möglich, z.B. im Weichenbereich, helfe ich mir mit einem Kontaktschuh, den ich zwischen Schiene und Plastikschwellenband drücke.

Ich fertige ihn aus den Schaltlamellen der alten Postrelais. Auf einem kleinen Schraubstock ist ein 2cm langes Stück schnell zurechtgebogen.


Der kleine Winkel bietet einen guten Ansatz für die Flachzange. Ein Tropfen Ponal-Express legt den Kontaktschuh fest.


Nur guter Schienenkontakt gewährleistet eine sichere Belegtmeldung zurück zum Inhaltsverzeichnis
Meine seit längerer Zeit genutzten Gleise hatten eine Reinigung mit dem Roco-Rubber bitter nötig. Ein leichter Ölfilm verhindert, dass das Gleis zu schnell wieder verschmutzt.

Auch die Radlaufflächen waren sehr verschmutzt. Ich habe sie mit der Gummischeibe meines Minibohrers abgeschmirgelt. Dabei wird eine Radseite mit dem Daumen abgebremst. Dann glänzt die Lauffläche wie am ersten Tag.


Umrüsten fertig verlegter Gleise für MpC zurück zum Inhaltsverzeichnis
Es ist leichter, als ich dachte. Die Pukos haben bei Märklin stets rote Anschlüsse - egal für welchen Trafo oder welche Signalstrecke sie bestimmt sind.

Alle diese Anschlüsse werden mit dem MpC-Sammel-Nulleiter verbunden.

Wo man schlecht löten kann, hilft mir ein Kontaktschuh.

Wenn zusätzlich ein Anschluss an der Pukoleiste nötig wird (z.B. für den Widerstand 4.7 Ohm), trenne ich ein Stück Plastikschwelle heraus und löte von oben an die Pukoleiste.


Trennstellen für den Weichenausbau zurück zum Inhaltsverzeichnis
Mussten Sie schon einmal aus einer fertig eingeschotterten Weichenstraße eine Weiche ausbauen? - Ein Alptraum.

Meine Ausbautrennstellen haben mir schon oft geholfen:

Schienenverbinder abnehmen.
Mittelleiterkontakt und Plastikverbinder abtrennen.
Die Schienenenden liegen jetzt lose voreinander.

An Stelle der alten Schienenverbinder schiebe ich die Schienenverbinder der Firma Roco Nr. 42263, etwas verkürzt, voll auf ein Schienenende. Eventuell müssen vorher noch einige Schienenhalter von der Plastikschwelle abgetrennt werden.

Nach dem Einpassen der Weiche drücke ich den Roco-Verbinder mit der Spitzzange zur Hälfte zurück auf das Nachbargleis.

Der neue Verbinder sitzt schön fest und gibt guten Kontakt.

Mittelleiteranschluß nicht vergessen!


Lokumbau von Wechselstrom auf Gleichstrom zurück zum Inhaltsverzeichnis
Anmerkung: Siehe auch Märklin-Magazin 5/98, Seite 58.

Einfach ist der Umbau durch Vorschalten von Dioden (N4003).

MpC steuert die Loks über die Blockkarte. Richtungsschalter, ob Relais oder Elektronik, Bausteine für 5-Sternmotoren, zur Delta- oder Digitalsteuerung auch als Platinen müssen entfernt werden. Schneiden Sie die Litzen 2mm vor dem Lötpunkt ab. Sie erleichtern sich so eine Rekonstruktion.

Für den Motor bleiben vier Zuleitungen übrig:

Der Skischleifer (rote Litze) wird über zwei Dioden mit den Motor-Feldspulen (blaue und grüne Litze) verbunden. Mit "RU"-Eingabe (Handbuch Kap. 8.3) kann später im Betrieb die Fahrtrichtung synchron mit dem Computer eingestellt werden. Die schwarze Litze mit der dicken Motordrossel ist noch lose. Sie wird an die Masse gelötet.

Für die Dioden habe ich einen kleinen "Baustein" aus Pertinax-Streifenraster-Platte entwickelt. Er paßt er gut an die Stelle des heraus genommenen Richtungsschalters oder Bausteines.

Auf ihm befinden sich auch zwei Dioden für die Beleuchtung. Glühbirnen können direkt daran angeschlossen werden. Probieren Sie, ob die Lampen richtig in Fahrtrichtung brennen. Anderenfalls müssen Sie die Anschlüsse umtauschen.

Abkürzungen: S=Skischleifer, Fv=Feldspule vorwärts, Fr=Feldspule rückwärts, Lv=Lampe vorn, Lh= Lampe hinten.

Anmerkung: Die Leistungstransistoren der Blockplatine 8705 werden zerstört, wenn Fahrstrom und Überstromimpuls für die Telexkupplung gleichzeitig anliegen. Die Blockplatine 9505 hält das aus.

Falls die Lok LED-Beleuchtung hat, sind diese meist in ein kleines weißes Plastikteil eingegossen. Die Farben deren Litzen bedeuten:
  • orange
  • = + für alle LEDs, deren gemeinsamer Vorwiderstand 1 K Ohm beträgt.
  • gelb
  • = Schlusslicht
  • grau
  • = Spitzenlicht
  • mehrfarbig
  • = Fernlicht (nur bei Digital-Version)

    Herr Gahler hat für deutsche und Schweizer Loks Schaltungen entwickelt, die Sie bei ihm abrufen können. Auch für diese Schaltungen können Sie Zeichnungen für Bausteine auf Pertinax-Streifenrasterplatte bekommen.

    Trennen Sie die Zuleitungen zur Märklinplatine ab. Ich lasse dabei 2mm der Litzen stehen. Falls die Platine wieder eingesetzt werden sollte, kann man die Litzenfarben leichter zuordnen. Setzen Sie den Baustein an die Stelle der Platine. Die Dioden für den Motor sind nach wie vor nötig.

    Manchmal ist die Diode direkt auf die Platine gelötet. Wenn Sie sie überbrücken, muss der Vorwiderstand wirksam bleiben!! Die LEDs brennen sonst durch. Das wird teuer!

    Bei Faulhaber-Gleichstrom-Motoren sind Dioden überflüssig. Eine Litze wird mit der Masse, die andere mit dem Skischleifer verbunden.

    Sinus-Motoren lassen sich nach meinen Erfahrungen nicht für MpC einsetzen.

    Die Firma de Haan übernimmt gern den Lokumbau.
    E-Mail: rainer.dehaan@hornerbau.de


    Pendelzüge, Schiebeloks, Doppeltraktion: bei MpC kein Problem zurück zum Inhaltsverzeichnis
    Bei Märklin muss in jedem Falle ein Ski-Schleifer am Anfang des Zuges sitzen. Ein zweiter Ski-Schleifer, außerhalb der Signalstrecke, muss abgeschaltet sein. Er würde bei "Hp0"-Stellung des Signals Spannung vom Block bekommen und weiter schieben.
    Märklin schaltet zum Beispiel beim alten ICE 3371, der zwei Motoren hat, die Stromabnahme von einem Ski-Schleifer auf den anderen entsprechend der Fahrtrichtung um.

    Bei MpC ist es gleich, wo im Zug ein oder mehrere Ski-Schleifer sitzen. Am Anfang oder am Ende. Hier bestimmt die erste Achse, ob der Zug auf "Langsamfahrt" oder "Halt" geht. Die gesamte befahrene Strecke bietet dem Zug stets die gleiche Spannung.

    Mit der Routenautomatik sind Pendelzüge leicht zu programmieren. Sie machen den Automatik-Betrieb sehr interessant.


    Aufrüstung der Blockkarten 8705 auf 1.4 Ampere zurück zum Inhaltsverzeichnis
    Bei Doppeltraktion und bei Loks mit großer Stromaufnahme (z.B. beim Krokodil) entstand Kurzschluß in den befahrenen Blöcken. Herr Gahler hat daraufhin meine Blockkarten auf 1.4 Ampere umgestellt. Jetzt läuft es tadellos.

    Anmerkung: Die Leistungserhöhung bewirkt eine deutlich stärkere Erwärmung der Endstufe. Bei hohem Leistungsbedarf sollte besser die Blockplatine 9505 mit 2A Ausgangsleistung verwendet werden.


    Allgemeines zum Weichenumbau zurück zum Inhaltsverzeichnis
    Als ich 1993 begann, meine Anlage auf MpC umzustellen, meinte ich, jede Weiche müsse umgebaut werden, um Besetztmeldungen zu erreichen.

    Die Erfahrung hat gezeigt, dass Besetztmeldungen nur im Bahnhofsbereich notwendig sind. In der Strecke hingegen kann man darauf verzichten. Auch im BW ist kein Umbau nötig. Hier geben die Lokschleifer Besetztmeldung.

    Inzwischen hat Märklin wiederholt die Konstruktion seiner Weichen geändert. Der Umbau ist in den letzten Jahren bedeutend einfacher geworden.



    Weichen Katalog Nr. 2262 und 2263
    Weichen Katalog Nr. 2268 und 2269
    (Bogenweiche)
    22°30', neue Ausführung mit abnehmbarem Antrieb 7549.
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    Weiche 2262 Bogenweiche 2268

    Der Umbau ist leicht bewerkstelligt. Er kann sogar nachträglich an eingebauten Weichen vorgenommen werden.

    Ein schmaler Metallsteg verbindet die Außenschienen mit den Radlaufflächen neben den festen Weichenflügeln. Zwei Schnitte der Trennscheibe entfernen diesen Steg komplett. Ein Trennschnitt allein genügt nicht. Er könnte sich beim Befahren der Weiche zusammen schieben. Die Folge wäre eine Besetztmeldung.

    Vorsicht! direkt unter dem Steg läuft der Kanal für den Stellfinger des Antriebes.

    Die aus der Weiche herausführenden Schienen sind paarig elektrisch getrennt.



    Weichen Katalog Nr. 22715 und 22716
    14°26' mit feststehendem Herzstück
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    Weiche 22715 Weiche 22716

    Es ist keinerlei Umbau nötig!

    Märklin hat die Außengleise elektrisch voneinander getrennt. Die aus der Weiche herausführenden Gleise sind paarig elektrisch getrennt.


    Verzichten Sie auf die Weichen Kat.Nr. 2272 und 2273
    mit beweglichem Herzstück.
    Sie sind schwerer einzuschottern und weniger laufsicher als die Weichen Kat.Nr. 22715 und 22716. Die festen Weichenflügel zwischen Herzstück und den schwenkbaren Weichenflügeln sind stromlos. Das ergibt eine Unterbrechung von 9.5cm. Ein zugeschaltetes bistabiles Relais ist nötig, um diese mit Strom zu versorgen. Besser ist es, diese Weichen zu überbrücken.



    Doppelte Kreuzungsweiche Katalog Nr. 2275
    14°26' mit zwei Antrieben.
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    doppelte Kreuzungsweiche 2275


    Die Innenschienen des Weichenbereiches sind alle stromlos. Bei Bogenfahrt gibt es auf 17cm Länge keine Belegtmeldung. Kurze Loks bleiben stehen.

    Auf der Strecke und evtl. bei einer einzelnen Weiche im Bahnhofsbereich kann man überbrücken. Ein liegengebliebener einzelner Kurzwagen gibt dann allerdings keine Besetztmeldung.

    Wenn im Bahnhofsbereich mehrere DKW hintereinander liegen, kommt man um einen Umbau nicht herum.


    Umbau einer doppelten Kreuzungsweiche Katalog Nr. 2275



    1.
    Mit Teppichklebeband wird ein 100x75mm großes Stück Pertinax-Streifenrasterplatte, mit der Kupferseite nach unten, unter die Kreuzungsweiche geklebt. Diese Platte dient als Halt für Relais und Antriebe. Sie bildet mit der Weiche eine feste Einheit. So kann man sie bequem am Arbeitstisch bearbeiten. Der Kupferbelag hat keine Funktion.

    2.
    Bistabile Relais (z.B. "National" S2-L2) werden von unten durch die Pertinax-Platte gesteckt. Oben, neben den Schienen, würden sie den Wagenlauf stören. Die Kupferstreifen durchtrennt man zwischen den Relaisfüßchen, damit es keine Kontakte gibt.

    3.
    Die Anschlußlitzen für die festen Weichenflügel werden durch die Platte nach unter und am Relais wieder nach oben geführt. Dort lötet man sie an die nach oben herausstehenden Relaisfüßchen. Nach dem Einbau kann man an ihnen die Schaltung kontrollieren. Der Weichenantrieb wird oben neben die Relais-Kontakte geklebt.

    4.
    Vor dem Einsetzen der Weiche in die Anlage muß eine entsprechende Vertiefung in die Platte gefräst werden. Etwas Schotter auf dem Klebeband tarnt das Ganze.



    Alte Weichenausführung 22°30' mit fest angebautem Antrieb. zurück zum Inhaltsverzeichnis



    Von einem Umbau dieser Weichen möchte ich unbedingt abraten. Er ist sehr umständlich. 1993, als ich meine Anlage auf Mpc umstellte, gab es die neue Ausführung mit abnehmbarem Antrieb noch nicht. Also war ich gezwungen, diesen Weichentyp umzubauen. Fast ein ganzes Jahr korrigierte ich Fehler, weil Blöcke mit diesen umgebauten Weichen "Besetzt" zeigten.

    Setzen Sie diese Weichen im verdeckten Bereich ein und überbrücken Sie diese wie weiter unten beschrieben.

    Beachten Sie: Diese Weichen haben keine paarige elektrische Verbindung.



    Dreiwegweiche Katalog Nr. 2270 und
    einfache Kreuzungsweiche Katalog Nr. 2260
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    Die Kreuzungsweiche gibt es mit festem und abnehmbarem Antrieb. Alle Weichen dieser Gruppe lassen sich nicht umbauen. Sie müssen auch im Bahnhofsbereich überbrückt werden, wie unten beschrieben.

    Beachten Sie: Diese Weichen haben keine paarige elektrische Verbindung.

    Achtung!
    Alle Stanzlöcher der Pukoleiste sollten Sie vor dem Einschottern der Gleise dichtschmieren.

    Über diesen Löchern liegt die paarige Verbindung der aus der Weiche herausführenden Gleise. Der Schotterleim dringt in die Löcher ein und kann dort nur schwer trocknen. Manchmal meldeten die Weichen noch eine Woche "Besetzt".



    Überbrückung von nicht umgebauten Weichen zurück zum Inhaltsverzeichnis
    Vorsicht! Es gibt dann keine Besetztmeldung. Dafür bekommt Ihre Lok Spannung auf beiden Radseiten. Spannungsfreie feste Weichenflügel werden anstandslos überfahren.

    Beispiel: Umbau-Beschreibung für Weiche Katalog Nr. 2272

    1.
    In die linke, nicht angeschlossene Schiene, immer in gleisbezogener Vorwärtsrichtung gesehen (siehe Kapitel 8.2 im Anwenderhandbuch), werden zwei Trennstellen gesetzt. Am Weicheneingang liegt sie zwischen zweiter und dritter Schwelle, am Weichenausgang nach der Schwelle hinter dem Herzstück in jedem Falle vor den Standzlöchern in der Pukoleiste. Die Stanzlöcher in der Pukoleiste müssen stets außerhalb des Weichenbereiches liegen.

    Im abgetrennten Weichenbereich werden die beiden Außenschienen durch eine Litze verbunden. Jetzt führen hier die linke und die rechte Schiene Spannung.

    2.
    Sollten mehrere Weichen hintereinander liegen, so liegt die zweite Trennstelle erst hinter der letzten Weiche. Prüfen Sie mit dem Prüfsummer, ob die rechten und linken Schienen durchgehende Spannung haben. Sonst muß eine weitere Verbindungslitze vom linken zum rechten Gleis gelegt werden.

    3.
    Die aus der letzten Weiche herausführenden Gleise müssen noch ca. 20cm in Fahrtrichtung weitergeführt werden, ehe ein neuer Block beginnt. 20cm lang ist der größtmögliche Radabstand bei Märklin. In diesem Bereich muß also eine Achse Kontakt geben, wenn der Zug den Weichenblock noch nicht vollständig verlassen hat. Die linken Gleise sind jetzt wieder "nicht angeschlossene Schienen" und werden mit dem linken Gleis vor dem Weichenbschnitt verbunden. Wenn die Gleise paarig elektrisch miteinander verbunden sind, ist das nur einmal nötig.



    4.
    In einem Ausnahmefall hatte ich keinen Platz für den 20cm langen Schutzbereich. Ich habe als Ersatz im Stecken-Formular eingegeben, daß der Weichenblock noch verriegelt bleibt, bis der Zug den Haltepunkt erreicht hat. Diese Lösung ist unsicher. Ein Zug könnte länger sein als der Block. Auch dauert es länger, bis der Weichenblock freigegeben wird.



    Resümee zurück zum Inhaltsverzeichnis
    Stück für Stück habe ich die Anlage auf MpC umgestellt.

    Wenn erst einmal die Anschlüsse zu den 19"-Rahmen gelegt sind, hat man Ruhe mit dem Anlagenbau. Veränderungen des Fahrbetriebes werden durch Computereingabe erledigt.

    Das Programm ist inzwischen komfortabler geworden. Neue Programmversionen laufen tadellos - ohne Umbau, ohne Änderung der Verdrahtung.

    Der Betrieb macht wieder Spaß. Meine Entscheidung für MpC habe ich nicht bereut.






    Ich baue mir ein Gleisbildstellpult zurück zum Inhaltsverzeichnis
    Baubeschreibung mit vielen Tips, Lieferantenhinweis und Kostenaufstellung von Gustav Streit.

    Sie ist auf einer CD mit ca. 700MB gespeichert - ca. 50 Seiten Text mit 30 teils farbigen Abbildungen. Haben Sie Interesse? Dann schicken Sie mir eine E-Mail. Unkostenbeitrag 5 Euro.





    Änderungsnachweis zurück zum Inhaltsverzeichnis
    Folgende Kapitel wurden geändert:
    23.07.02 Nachteile des Märklin-Systems bei MpC-Classic
    Das Hängen und Kleben des Märklin-Motors
    24.07.02 Lokumbau von Wechselstrom auf Gleichstrom


    Gustav Streit, Eekenhöge 7, D-28355 Bremen, Tel. 0421/256036
    E-Mail : Gustav.Streit@t-online.de